Wie wir arbeiten
„Wenn ein System weit vom Gleichgewicht entfernt ist,
haben kleine Inseln der Kohärenz in einem Meer von Chaos die Fähigkeit,
das gesamte System in eine höhere Ordnung zu bringen.“
Illya Prigognine, Nobelpreisträger
Schöpferische Kraft
Die Zukunftsstiftung versteht sich als freie zivilgesellschaftliche Initiative, die aus Erkenntnis und Verantwortung eine menschenwürdige zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung fördert.
Die Initiatoren beschäftigen sich seit Jahrzehnten damit, wie ein menschwürdiges und menschendienliches Miteinander gelingen kann.
In einer Zeit, in der technologische und materialistische Strömungen das Wesen des Menschen und die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens herausfordern, setzt die Stiftung auf die schöpferische Kraft des Einzelnen und die gestaltende Kraft lebendiger Gemeinschaften.
Wir legen unsere Erkenntnisse in die Struktur dieser Stiftung und ...
... gestalten gemeinsam Zukunft
Die Zukunftsstiftung fördert die Rahmenbedingungen für ein freies Geistes- und Kulturleben, für ein auf Gleichheit ausgerichtetes Zusammenleben und für eine Wirtschaft des Füreinander-Leistens.
Sie fördert vor allem Bildung, Selbsterziehung, künstlerische und wissenschaftliche Arbeit und Gesundheit sowie einen lebensförderlichen Umgang mit der Natur als Grundlage allen Lebens.
Dabei versteht die Stiftung sich als Verantwortungsgemeinschaft, die soziale Innovation und neue Formen des Miteinanders ermöglicht – stets getragen von der Freiheit und Eigenverantwortung des Einzelnen.
Rechtlich organisatorisches Fundament
Verantwortungsgemeinschaft
Die Stiftung will selbst eine solche Verantwortungsgemeinschaft ausbilden, und sie will die Entstehung solcher Gemeinschaften als Grundlage als Fundament einer gedeihlichen Entwicklung von solchen Zukunftsgemeinschaften und Zukunftsorten fördern.
Dazu engagiert sie sich für die Entwicklung und Umsetzung von ideell ausgerichteten Rahmenbedingungen und -strukturen, wie sie sich insbesondere aus einer Ausrichtung auf ein Verantwortungseigentum ergeben.
Haltung und Methodik
Dialogische Entwicklungskultur
Im Bewusstsein, dass heilsame gesellschaftliche Entwicklung nicht von starren Modellen, sondern von lebendigem, situationsgerechtem Zusammenwirken ausgeht, setzt sie sich für eine dialogische Kultur ein, in der ideelle Zielsetzungen und Engagement aus freiem Willen, im Vertrauen und Verantwortung der Handelnden, die Grundlage eines gesellschaftlichen Fortschritts bilden.
In dieser Haltung unterstützt die Stiftung die Entstehung und Weiterentwicklung von Zukunftsorten und -gemeinschaften.
Dabei versteht sie sich als ein lebendiges Organ zwischen der ideellen Gesellschaft und den Initiativen und Projekten, die soziale Innovation und neue Formen des Miteinanders ermöglichen – stets getragen von der Freiheit und Eigenverantwortung des Einzelnen.
Engagement und Zustiftung
Organisches Wachstum
Üblicherweise gründen sich Stiftungen auf finanzielle Mittel, die gemäß dem Willen des Stifters einem gemeinnützigen Zweck zugeführt werden.
Die Zukunftsstiftung geht einen neuen Weg: Sie stiftet Ideen und Erkenntnisse als Grundlage für eine heilsame Entwicklung des Gemeinwesens.
In Anerkennung der Tragkraft dieser Ideen sind Geld, Initiative und Engagement eingeladen, sich aus freiem Willen diesen Grundlagen anzuschließen und die Arbeit der Stiftung unmittelbar durch Zuwendungen und aktive Mitwirkung und mittelbar durch praktische Umsetzung im kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Leben zu fördern.
Initiatorinnen und Initiatoren
Rainer Kroll
ist Architekt. Aber er baut keine Häuser mehr. Nachdem er miterlebt hatte, wie eine visionäre Siedlung in Leipzig von Investoren ausgehöhlt wurde, hängte er seinen Beruf an den Nagel. Seitdem stellt er seine Fähigkeiten Gemeinschaften zur Verfügung, die ihre Lebensräume selbst gestalten wollen. Er bezeichnet sich als Sozialarchitekt und fragt sich: „Wie können wir soziale Gestalt bilden, die im wahrsten Sinne des Wortes menschlich zukunftsfähig ist?“
Mona Lenzen-Abouleish
verbindet zwei Kulturen: Österreich und Ägypten. Als 14-Jährige erlebte sie die Gründung von SEKEM, einer Kulturoase in der Wüste. Sie sah, was passiert, wenn Kultur nicht als Freizeitvergnügen, sondern als tägliche Nahrung behandelt wird. Als Eurythmistin, Pädagogin und fünffache Mutter bringt sie in die Zukunftsstiftung eine Überzeugung ein, die sie nicht verhandelt: „Ohne die Pflege des Seelisch-Geistigen kann keine Gemeinschaft wirklich gedeihen.“
Miha Pogačnik
wurde durch einen Irrtum zum Geiger. Als Kind in den slowenischen Alpen spielte er Akkordeon – spiegelverkehrt. Die Musikschule entschied, dass er die Melodie mit der linken Hand spielen sollte, also Geige. Was als Zufall begann, wurde zu seinem Lebensweg, der ihn in über 200 Unternehmen, unzählige Gemeinden und die bedeutendsten Kulturstätten weltweit führte. In den vergangenen 25 Jahren hat er seine visionäre Tätigkeit bis in die Führungskräfte aus global agierenden Unternehmen getragen, um die künstlerischen Elemente der Musik in Themen wie Leadership, Innovation und Change Management nachhaltig zu verankern.
Heidi Herbig
wuchs auf einem Bauernhof auf – frei und behütet, mit den Händen in der Erde. Was sich dort gut und gesund anfühlte, wurde ihr innerer Kompass. Beruflich baute sie Teams und Unternehmen auf, bis ein persönlicher Umbruch ihren Blick dafür schärfte, wo sie ihre Kraft wirklich einsetzen will: bei Menschen und Initiativen, die eine lebenswerte Zukunft gestalten möchten. In der Zukunftsstiftung schafft sie den Raum, in dem dies möglich wird.
